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CO2-Bilanz

Regionaler CO2-Fußabdruck: lokal und global betrachtet

Für die Region FrankfurtRheinMain gibt es eine globale und eine lokale CO2-Bilanz. Die lokale Auswertung betrachtet nur Direktemissionen. Direktemissionen sind die Emissionen, welche durch Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas, Abfallverbrennung, Vergärung in Biogasanlagen und Klärgasanlagen sowie durch Verbrennung der Kraftstoffe Benzin, Diesel und Kerosin in der Region entstehen.

Die globale Auswertung betrachtet neben den Direktemissionen auch sogenannte Vorketten. Die globale Bilanz bezieht zusätzlich auch die Emissionen mit ein, die schon bei Förderung, Abbau, Transport und Weiterverarbeitung der Energieträger – den Vorketten – entstanden sind. Auch wird ein Großteil des in der Region benötigten Stroms importiert – die Emissionen durch die Stromerzeugung werden bei der globalen Auswertung auch berücksichtigt.

Datenquelle von 2017: siehe Kommunale Energiesteckbriefe und Klima-Energie-Atlas.

CO2-Bilanz: globale Gesamtemissionen der Region

Die globale Bilanz zeigt für 2017:

  • Kohle, Erdöl, Erdgas und die Abfallverbrennung sind für rund 54 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen der Region verantwortlich,
  • der Mobilitätssektor für rund 26 Prozent,
  • und Strom, der importiert werden muss, für rund 20 Prozent.

Die globale Auswertung zeigt, dass auch erneuerbare Energien Emissionen verursachen. Sie entstehen unter anderem während der Rohstoffgewinnung oder der Produktion, zum Beispiel einer Windturbine oder eines Photovoltaik-Moduls. Der Anteil an den Gesamtemissionen ist aber verschwindend gering.

CO2-Bilanz: pro Kopf

Der jährliche Pro-Kopf-Ausstoß im Gebiet FrankfurtRheinMain liegt im Durchschnitt bei 11,7 Tonnen CO2-Äquivalente. Basis hierfür ist die globale CO2-Bilanz 2017, geteilt durch die Anzahl der Menschen in der Region FrankfurtRheinMain (laut Einwohnerdaten von 2017 rund 2.429.326). Diese Bilanz enthält jedoch nur die Treibhausgasemissionen aus Energieerzeugung und -verbrauch. Andere Emissionen, die zum Beispiel durch den Nahrungsmittelkonsum entstehen, werden nicht erfasst. Die vollständige CO2-Bilanz pro Person liegt also noch höher.

CO2-Bilanz: nur lokale Direktemissionen vor Ort

Nur etwa 63 Prozent der global anfallenden Emissionen entstehen in der Region als Direktemissionen. Das bedeutet, dass derzeit etwa 37 Prozent der Gesamtemissionen für den Energieverbrauch außerhalb der Region entstehen. Bei den lokalen Emissionen war die Verbrennung von Kohle und Erdgas für die meisten Emissionen verantwortlich.


Basiswissen: CO2-Bilanz und CO2-Äquivalente

CO2-Bilanz

In einer CO2-Bilanz werden alle durch den Energieverbrauch erzeugten Emissionen betrachtet. Das bedeutet, dass neben CO2 auch andere durch die Energieerzeugung freigesetzten Treibhausgase bilanziert werden. Bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen und Kraftstoffen entsteht hauptsächlich CO2. Beispielsweise werden hingegen bei der Energiegewinnung aus Biogas hauptsächlich Lachgas und Methan freigesetzt.

CO2-Äquivalente

Bei der CO2-Bilanz werden die gesamten Treibhausgas-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalente (CO2-eq) pro Jahr angegeben. Die verschiedenen Gase haben einen unterschiedlich hohen Einfluss auf den Treibhausgaseffekt. CO2-Äquivalente dienen dabei als Maßeinheit, um das Treibhausgas-Potenzial der einzelnen Gase im Vergleich zu CO2 auszudrücken und den Gesamtausstoß von Treibhausgasen anzugeben.