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CO2-Bilanz für das Gebiet FrankfurtRheinMain

Regionaler CO2-Fußabdruck: global betrachtet

Für die Region FrankfurtRheinMain gibt es eine globale CO2-Bilanz. Die globale Auswertung betrachtet Direktemissionen und sogenannte Vorketten.

Direktemission sind die Emissionen, welche durch Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas, Abfallverbrennung, Vergärung in Biogasanlagen und Klärgasanlagen sowie durch Verbrennung der Kraftstoffe Benzin, Diesel und Kerosin in der Region entstehen. Die globale Bilanz bezieht zusätzlich auch die Emissionen mit ein, die schon bei Förderung, Abbau, Transport und Weiterverarbeitung der Energieträger – den Vorketten – entstanden sind. Auch wird ein Großteil des in der Region benötigten Stroms importiert – die Emissionen durch die Stromerzeugung im Herkunftsland werden bei der globalen Auswertung ebenfalls berücksichtigt.


CO2-Bilanz: fossile Energieträger dominieren

2018 wurden insgesamt etwa 24 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente an Treibhausgasen im gesamten Verband durch den Energieverbrauch freigesetzt. Der Anteil der einzelnen Energieträger an den Gesamtemissionen ist unterschiedlich hoch. Mit 36,1 Prozent hat Strom den höchsten Anteil an den Gesamtemissionen.

DieBilanz zeigt, dass auch erneuerbare Energien Emissionen verursachen. Sie entstehen unter anderem während der Rohstoffgewinnung oder der Produktion, zum Beispiel einer Windturbine oder eines Photovoltaik-Moduls. Der Anteil an den Gesamtemissionen ist aber verschwindend gering.


Aufteilung nach Energieverbrauch: Wärme trägt am wenigsten zu den Emissionen bei

Werden die Emissionen nach den Bereichen Strom, Wärme und Kraftstoffe betrachtet, hat mit 36,1 Prozent der Strom den höchsten Anteil an den Gesamtemissionen. Kurz dahinter liegen die fossilen Kraftstoffe mit 33,5 Prozent und der Wärmeverbrauch mit 30,4 Prozent. Vergleicht man dies mit dem Anteil am Gesamtenergieverbrauch, fällt auf, dass Strom dort den geringsten (26 Prozent) und Wärme den größten Anteil (38 Prozent) am Gesamtverbrauch haben. Der Anteil der Kraftstoffe ist beim Energieverbrauch  und den Emissionen vergleichbar hoch. Dies zeigt, dass Wärme zwar den höchsten Energiebedarf in der Region darstellt, Wärme aber im Vergleich zu Kraftstoffen und Strom emissionsärmer gewonnen wird in der Region.


CO2-Bilanz nach Sektoren: fast 40 Prozent der Emissionen nur durch Mobilität

Der Anteil der Mobilität am Gesamtausstoß der Emissionen liegt im Gebiet FrankfurtRheinMain bei fast 40 Prozent. Mit großem Abstand folgen Industrie mit 23 Prozent und Haushalte mit 22 Prozent. Gewerbe, Handel und Dienstleistungen tragen zu 14 Prozent der Gesamtemissionen bei. Öffentliche Einrichtungen inklusive Infrastruktur haben mit 1,3 Prozent den geringsten Anteil an den Treibhausgasemissionen.


CO2-Bilanz: pro Kopf

Der jährliche Pro-Kopf-Ausstoß im Gebiet FrankfurtRheinMain liegt im Durchschnitt bei 10,1 Tonnen CO2-Äquivalenten. Basis hierfür ist die CO2-Bilanz 2018 geteilt durch die Anzahl der Menschen in der Region FrankfurtRheinMain (laut Einwohnerdaten von 2018 rund 2.376.250). Diese Bilanz enthält jedoch nur die Treibhausgasemissionen aus dem Energieverbrauch. Andere Emissionen, die z.B. durch den Nahrungsmittelkonsum entstehen, werden nicht erfasst. Die vollständige CO2-Bilanz pro Person liegt also noch höher.

Basiswissen: CO2-Bilanz und CO2-Äquivalente

CO2-Bilanz

In einer CO2-Bilanz werden alle durch den Energieverbrauch erzeugten Emissionen betrachtet. Das bedeutet, dass neben CO2 auch andere durch die Energieerzeugung freigesetzten Treibhausgase bilanziert werden. Bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen und Kraftstoffen entsteht hauptsächlich CO2. Beispielsweise werden hingegen bei der Energiegewinnung aus Biogas hauptsächlich Lachgas und Methan freigesetzt.

CO2-Äquivalente

Bei der CO2-Bilanz werden die gesamten Treibhausgas-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalente (CO2-eq) pro Jahr angegeben. Die verschiedenen Gase haben einen unterschiedlich hohen Einfluss auf den Treibhausgaseffekt. CO2-Äquivalente dienen dabei als Maßeinheit, um das Treibhausgas-Potenzial der einzelnen Gase im Vergleich zu CO2 auszudrücken und den Gesamtausstoß von Treibhausgasen anzugeben. Methan hat zum Beispiel ein Treibhaus-Potential von etwa 25. Ein Kilogramm Methan hat somit innerhalb der ersten 100 Jahre nach der Freisetzung 25-mal so stark zum Treibhauseffekt beigetragen wie ein Kilogramm CO2.