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10.000 Dächer für die Energiewende

Potenzial der Sonne auf möglichst vielen Flächen nutzen

10.000 Dächer für die Energiewende – das ist das Ziel der gleichnamigen, regionalen Initiative. Mit dieser Vision will der Regionalverband die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien vorantreiben und die regionale Wertschöpfung steigern. Sonnenenergie ist die einfachste und kostengünstigste Art, Strom aus erneuerbaren Energien zu erzeugen. Dieses Potenzial soll stärker als bisher genutzt werden – zum Beispiel auf Dächern, Balkonen oder an Fassaden.

Begleitet vom Facharbeitskreis

Begleitet wird das Projekt von einem Arbeitskreis. Die Mitglieder sind das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, die LandesEnergieAgentur, das House of Energy, die Mitgliedskommunen Rüsselsheim, Mörfelden-Walldorf, Sulzbach, Bürgerenergiegenossenschaften sowie die Sonneninitiative e.V.

Bausteine des Projekts

Fakten und Beispiele zur Solarenergie in der Region FrankfurtRheinMain

Im Klima-Energie-Atlas für das Gebiet des Regionalverbandes

  • sind etwa 17.700 Solaranlagen erfasst und verortet (Stand 12/2018),
  • sind seit Ende 2015 fast 2500 Solaranlagen neu aufgenommen worden,
  • liegt der Anteil der Photovoltaik an der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bei circa 30 Prozent,
  • liegt der Anteil der Solarthermie an der Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien bei circa 8,5 Prozent,
  • hat der erzeugte Strom aus Photovoltaik derzeit einen Anteil von nur circa 1,4 Prozent an der Stromerzeugung aus allen Energieträgern (Stand 12/2017).

Detaillierte Informationen für alle Mitgliedskommunen, die (Teil-)Kreise und den Regionalverband finden Sie unter Daten, die räumliche Darstellung auf kommunaler Ebene im Klima-Energie-Atlas.

Interessante Projektbeispiele zum Thema Solarenergie in der Region finden Sie in den Klima- und Energieprojekten unter der Kategorie „Sonne". 

Vorteile der Nutzung der Solarenergie

Stromgewinnung aus der Sonne bietet viele Vorteile:

  • Die Sonne liefert kostenlos Energie für Strom und Wärme.
  • Die Technik wird immer preiswerter.
  • Solaranlagen rechnen sich, es können gute Renditen erzielt werden.
  • Die Technik ist sehr langlebig – bis zu 30 Jahren – und ausgereift.
  • Solarstrom ist unabhängig von Preissteigerungen.
  • Speicher und Direktverbrauch ersetzen den Netzbezug.
  • Sonnenenergie ist umwelfreundlich und schützt unser Klima.
  • Speicher entlasten die Netze.
  • Ladesäulen unterstützen die E-Mobilität.
  • Direktvermarktung senkt die Stromkosten.
  • Eigenstromnutzung im Gewerbe bringt Wettbewerbsvorteile.
  • „Grüne Energie“ ist ein gutes Argument für Erzeuger und Verbraucher.
  • Solarenergie stärkt über den Anlagenbau und –betrieb das lokale Handwerk und die regionale Wertschöpfung.

Praxisworkshops für Kommunen und Aktive

Um den Ausbau der Solaranlagen auf dem Dach zu unterstützen, bietet der Regionalverband FrankfurtRheinMain Workshops unter dem Motto »Geht nicht – gibt´s nicht - Energiegewinnung auf kommunalen Dächern« an. Fachleute informieren hier praxisnah zu verschiedenen Themen, auf die es bei der Errichtung von Anlagen ankommt, und stehen für konkrete Fragen zur Verfügung. Zu folgenden Themen haben die Praxisworkshops bisher stattgefunden, hier finden Sie auch die Vorträge:

Solarenergie vielfältig nutzen

Aufgrund ihrer kostenlosen Verfügbarkeit sowie der sich stets verbessernden Technik, stellt die Solarenergie gegenwärtig die günstigste Energiequelle dar. Die optimale Ausnutzung dieser Energiequelle schont nicht nur das Klima, sondern spart auch bares Geld: hier ein umfassender Überblick zu den aktuellen Entwicklungen im Bereich Photovoltaik, Speicher- und Ladetechnik.




Stromspeicher

Stromspeicher ermöglichen es, den aus Photovoltaikanlagen gewonnenen Solarstrom zwischenzuspeichern und damit flexibel nutzbar zu machen. Der erzeugte Strom kann so angepasster an den Verbrauch abgerufen werden. Batteriespeicher lassen sich derzeit nur in Einzelfällen wirtschaftlich betreiben, aber die Marktsituation wird besser. Darüber hinaus zeigen innovative Einsatzmöglichkeiten und Geschäftsmodelle neue Perspektiven für kommunale Liegenschaften und Areale auf.





Finanzierung und Betreibermodelle

Wer eine Solaranlage betreibt weiß, dass die Vergütung in den vergangenen Jahren immer wieder gekürzt und eingeschränkt wurde. Da die Erzeugerpreise weiterhin niedrig sind und sogar noch fallen, rückt der Eigenverbrauch immer stärker in den Fokus. Der Workshop zeigte mit vielen Praxisbeispielen, wie sich die Solaranlage dennoch wirtschaftlich nutzen lässt und welche Verträge und Vereinbarungen dazu notwendig sind.





Beurteilung von Flächen

Worauf ist bei der Installation von Photovoltaik­anlagen zu achten und wie können auch zunächst schwierige Dächer zum Erfolgsfall werden? Wie können mit dem Solar-Kataster Hessen und Google Earth geeignete Dächer mit ausreichendem Solarpotenzial gefunden werden? Damit beschäftigte sich der Workshop und gab Antworten auf die Fragen.




Aktionen für die Öffentlichkeit

Mit dem Projekt »10.000 Dächer für die Energiewende« möchte der Regionalverband FrankfurtRheinMain über die Möglichkeiten und Vorteile der Nutzung von Solarenergie informieren. Er setzt hierfür zusammen mit Kommunen Aktionen für die Bewohner*innen in unserer Region um.

Aktion: Schülerwettbewerb zur Sonnenenergie

Welche Ideen und Vorstellungen zu den Themen Sonnenenergie und Elektromobilität haben Kinder und Jungendliche in unserer Region? Das wollte der Regionalverband FrankfurtRheinMain zusammen mit der Stadt Rüsselsheim am Main mit dem Schülerwettbewerb »Sonnenenergie, eine coole Sache« 2019 erfahren. Schüler-Teams aller Schularten aus dem Regionalverbandsgebiet ab der 6. Klasse konnten teilnehmen. Neben kreativen Ideen war auch der Teamgedanke gefragt, denn die Energiewende ist ein Projekt, an dem alle beteiligt sind.

Insgesamt wurden 28 Projekte aus Frankfurt, Offenbach, dem Main-Kinzig-Kreis, dem Kreis Groß-Gerau, dem Main-Taunus-Kreis und dem Kreis Offenbach angemeldet. Fünf Teams wurden von der Jury als Finalisten des Schülerwettbewerbs ausgewählt.

Hier stellen wir die interessanten Projekte der engagierten Gewinner-Teams vor:

Photovoltaik AG: Kreuzburgschule, Hainburg (5.–8. Klasse)

Wie ist es möglich, auf dem Schulgelände Strom aus erneuerbaren Energien zu erzeugen? Weil das Schuldach nicht geeigent ist, soll ein überdachter Parkplatz mit Solaranlagen und Windrad auf dem Schulgelände Strom für eine E-Ladestation liefern. Die Photovoltaik AG setzte sich mit der Theorie zur Stromerzeugung, -speicherung und -verbrauch auseinander. Sie erarbeitete für das Projekt mögliche Finanzierungsmodelle, hatte Einblicke in die betriebswirtschaftlichen Grundlagen und in das Projektmanagement. Ebenso lernte sie den Umgang mit Behörden bei der Projektplanung kennen. Ihre Erfahrung fasste die AG in einem Musik-Video zusammen und präsentierte ein Modell des Parkplatzes mit Solaranlagen und Windrad.

Zum Projektsteckbrief »Photovoltaik an der Kreuzburgschule«


Sunwalk: Werner-Heisenberg-Schule, Rüsselsheim (11. Klasse)

Strom in der eigenen Schule erzeugen und damit eine E-Bike-Ladestation, einen Speicher und einen Teil der Beleuchtung mit Energie versorgen, das war die Idee des Teams Sunwalk. Die Schüler gingen es praktisch an und brachten auf der Überdachung eines Verbindungsgangs des Schulgeländes Photovoltaik­anlagen mit einer Leistung von 4,5 KilowattPeak an. Zusätzlich bauten sie das bestehende Windrad auf dem Schulgelände mit einem größeren Generator aus. Ihre Arbeit hielten sie in einer Bildfolge fest.

Zum Video »Sunwalk«
Zu den Energieprojekten der Werner-Heisenberg-Schule


Solarpop: Heinrich-von-Kleist-Schule, Eschborn (10. Klasse)

Wenn die Sonne kräftig scheint, kann man ganz schön ins Schwitzen geraten. Aber reichen Sonnenstrahlen auch zum Kochen aus? Dieser Frage ging das Team Solarpop nach. Eine Satellitenschüssel wurde als „Solarkocher“ eingesetzt, um Sonnenenergie zu bündeln und genügend Hitze zu erzeugen, um beispielsweise Mais zum Poppen zu bringen. Aus dieser Idee heraus gründet der Name des Teams. Daneben wurde experimentiert, welche weiteren Nahrungsmittel sich zum Kochen mit Sonnenenergie eignen. Das spannende Experiment zeigen sie in einem Video.

Zum Video »Solarpop«


HeroXSun: Prälat-Diehl-Schule, Groß-Gerau (10. Klasse)

Wie kann ich beim Zelten der Hitze entgehen und dazu noch Strom erzeugen? Die Idee ist, ein Zelt mit flexiblen Photovoltaikplatten als Außenwand zu entwickeln. Mit den Solar-Panels wird die Sonnenenergie eingefangen und in einer Batterie gespeichert. Über eine integrierte Steckdose kann der erzeugte Strom dann direkt genutzt werden. Mit dieser bequemen Energieversorgung und dem einfachen Zeltaufbau wird das Zelten zu einem entspannten Erlebnis – auch bei Hitze.

Zum Video »Taiyozelt«


Team HvK: Heinrich-von-Kleist-Schule, Eschborn (9. Klasse)

Wie kann man mit Photovoltaikanlagen CO2 einsparen, dabei die Interessen der Stadt und der Unternehmen wahren und den Bürger*innen günstigeren Strom liefern? Die Überlegung ist, den Gewerbesteuerhebesatz in einer Mittelstadt wie Eschborn für die Unternehmen zu senken, die in erneuerbare Energien investieren. Dies soll für Firmen einen Anreiz bieten, in Photovoltaik­anlagen auf ihrem Dach zu investieren. Das Team wertete aus Luftbildern das Potenzial der Dachflächen für Photovoltaikanlagen im Eschborner Gewerbegebiet aus und berechnete daraus, wieviel Solarstrom für die Stadt erzeugt werden könnte.


 

 

Aktion: Sonnenfest in Rüsselsheim am Main

Mit »Solarenergie Räder rollen lassen« war das Motto des Sonnenfestes im September 2019, das der Regionalverband FrankfurtRheinMain zusammen mit der Stadt Rüsselsheim am Main ausrichtete. Die Kombination von Solarenergie und Elektrofahrzeugen ist zukunftsweisend, besonders, wenn der Strom vom eigenen Dach das E-Mobil antreibt.

Die Besucher*innen des Festes am Mainufer konnten kostenlos verschiedenste Fahrzeuge testen - vom E-Scooter, E-Auto bis zum E-Motorrad, sie konnten erfahren wie Stromerzeugung durch Photovoltaikanlagen funktioniert oder sich zur Solarenergie beraten lassen. Auf der Bühne fanden Musik und Diskussionen statt, als Höhepunkt moderierte Tim Frühling vom Hessischen Rundfunk die Prämierung der Gewinner des Schülerwettbewerbs »Sonnenenergie, eine coole Sache«. Mit diesem Sonnenfest sollte die Energiewende greifbar gemacht werden.


Sie wollen eine Solaranlage? - Erste Schritte

Solaranlagen sind eine Technologie mit der jeder am Ausbau der erneuerbaren Energien teilhaben kann. Insbesondere für Photovoltaik­anlagen sprechen viele Argumente: die Technologie hat sich in den letzten Jahren immer weiterentwickelt, mit immer höheren Wirkungsgraden und Speichermöglichkeiten, zum anderen sind die Kosten für die Anlagen drastisch gesunken. Neben dem Bau einer eigenen Solaranlage auf dem Dach, der Fassade oder am Balkon kann man sich auch zum Beispiel über Bürgerenergiegenossenschaften an Solarprojekten beteiligen.

Hauseigentümer

Sie wollen Ihr Dach prüfen und wissen, ob sich eine Photovoltaikanlage oder eine Anlage für Solarthermie lohnen? Das sind die ersten Schritte:

  1.  Einen Überblick über das Solarpotenzial auf Ihrem Dach gibt das Solar-Kataster Hessen. Hier können Sie auch eine erste Wirtschaftlichkeitsberechnung machen.

  2. Für eine erste Beratung auf dem Weg zur eigenen Solaranlage, finden Sie im Klima-Energie-Atlas öffentliche Energie­beratungs­einrichtungen in der Region.

  3.  Informieren Sie sich über Fördermittel

Ohne eigene Immobilie

Sie wollen sich auch ohne Eigenheim an der Energiewende mit einer Photovoltaik­anlage beteiligen? Ihnen stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

1. Sie können sich über Energiegenossenschaften und Solarinitiativen an Solaranlagen beteiligen (zum Beispiel Mitgliederliste der LaNEG Hessen e.V., Sonneninitiative e.V.).

2. Sie können prüfen, ob für Sie Stecker-Solargeräte (Balkonmodule) in Frage kommen (Informationen zum Beispiel bei der Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.).