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Gewinner der Kategorie "kommunale Grünflächen"

1. Platz: »Naturgarten bei den Stadtwerken«, Stadt Kronberg

Kurzbeschreibung und Kontakt

Blühflächen in Kronberg – natürlich nachhaltig Naturgarten bei den Stadtwerken

Dort wo früher eine monotone Rasenfläche existierte, summt und brummt es mittlerweile von früh bis spät, weil Wildbienen und andere Insekten die Blütenpracht von einheimischen Wildpflanzen wie Essigrosen, Ackerglockenblumen und Wiesensalbei vorfinden. Der Naturgarten ist ein echter Erlebnisgarten, der eine Vielfalt von sinnlichen Eindrücken bietet. Eine intensiv gepflegte Rasenfläche von 300 m² wurde vom Umweltreferat der Stadt Kronberg 2009 zu einem Naturgarten umgestaltet. Es gibt dort mittlerweile über 100 verschiedene einheimische Pflanzenarten wie den Natternkopf, das Herzgespann oder Nachtviolen in unterschiedlichen Beeten. In den Ritzen von Trockenmauern wachsen Milder Mauerpfeffer und das Kleine Habichtskraut.

Eine monotone Feuerdornhecke wurde entfernt. An ihre Stelle wurde eine natürliche Hecke, unter anderem mit Rosen, Kornelkirschen, Kopfginster und Zwergliguster gepflanzt, die zahlreichen Tieren als Nahrungsquelle und Lebensraum dient. 2021 wurde der Naturgarten um ca. 300 m² Fläche erweitert. Es gibt ein Pflegekonzept (extensive Pflege - keine Bewässerung). Der Naturgarten ist für interessierte Bürger*innen zugänglich.
Elemente: Staudenbeete mit einheimischen ein-, zwei- und mehrjährigen Pflanzen, Wildblumenwiese, Kalkschotterhügel mit Wildstauden, Trockenmauern, Hecke mit mehrjährigem Wildstaudensaum, Totholz, Blumenschotterrasen.

Kontakt:

Yvonne Richter
Leiterin Umweltreferat

Katharinenstraße 7
61476 Kronberg im Taunus

Vorstellung des Gewinnerprojekts

Yvonne Richter, Umweltreferatsleiterin der Stadt Kronberg

Wo früher eine monotone Rasenfläche war, brummt es jetzt in Sommerzeiten fröhlich von früh bis spät. Der Naturgarten bei den Stadtwerken Kronberg im Taunus ist ein kleines Paradies für Wildbienen, Insekten und Vögel. Auf insgesamt 600 Quadratmetern wachsen mehr als 150 heimische Pflanzenarten wie der Natternkopf, das Herzgespann oder Nachtviolen.

„Im Jahr 2009 wurde der Naturgarten von der Stadt Kronberg gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern angelegt“, erzählt Yvonne Richter, Leiterin des städtischen Umweltreferats. Ziel der Initiative war, die Biodiversität in der Kommune zu fördern und zusätzlichen Lebensraum für Pflanzen und Tiere zu schaffen.

Das Besondere an der Fläche in Kronberg: Es werden auf vergleichsweise engem Raum zahlreiche Elemente naturnaher Gärten umgesetzt. Dazu zählen eine Blumen- und eine Magerwiese, eine Wildstrauchhecke mit Staudensaum, ein Kalkschotterhügel, diverse Staudenbeete, Blumenschotterrasen, Totholz und Trockenmauern, in denen Wildbienen, Eidechsen sowie Pflanzenarten leben, die trockene Standorte mögen. So wird die Fläche in unterschiedliche Lebensräume gegliedert. Selbst Anfang November lassen sich bei einem Besuch vor Ort viele Insekten beobachten.

Die Gestaltung des Kronberger Naturgartens lobt auch Daniela Warzecha, Wildbienen-Expertin und Wettbewerbsjury-Mitglied. „Vorbildlich, wie auf kleiner Fläche regionale Pflanzen in großer Vielfalt mit Schotterwegen und Trockenmauern kombiniert wurden. Auf knappem Platz werden verschiedene Lebensräume für Insekten geboten. Dazu sieht der Naturgarten einfach schön aus und spricht die Leute auch ästhetisch an“, sagt die Koordinatorin des Projekts »Insektenwiesen Hessen«.

Der Naturgarten ist nicht das einzige Projekt, bei dem man in Kronberg auf mehr Natur im öffentlichen Raum setzt. „Die Stadt hat drei Spielplätze naturnah saniert“, erzählt Umweltreferatsleiterin Richter. Dazu beschloss die Stadtverordnetenversammlung 2018, Biodiversität in Kronberg zu fördern, im Jahr 2021 folgte die Grünflächenstrategie für die naturnahe Pflege öffentlicher Grünflächen. In einen Maßnahmenplan sind die Projekte, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen, aufgelistet.

Außerdem erhielt die Stadt Kronberg aufgrund ihrer vielfältigen Leistungen zur Förderung der biologischen Vielfalt bei der Pflege und Unterhaltung der kommunalen Grünflächen das Label »Stadtgrün naturnah 2021-2024« in Gold. „Unser Ziel ist es, auch Vorbild für potentielle Nachahmer zu sein“, sagt Yvonne Richter.

Der Naturgarten bei den Stadtwerken in Kronberg


2. Platz: ehemalige Schotterfläche, Stadt Eschborn

Kurzbeschreibung und Kontakt

Im Gedanken der nachhaltigen Ressourcen Verwendung und der städtischen ökologischen Aufwertung durch Blühflächen wurde an der Ortsausfahrt Kronberger Straße in Niederhöchstadt eine vormals geschotterte Fläche Ende 2019 zurückgebaut und in eine Blühfläche umgewandelt.

Dies erforderte verschiedene Arbeitsschritte, zu Beginn wurde der vorhandene Schotter ausgebaut, so dass dieser für andere Örtlichkeiten wieder genutzt werden konnte. Dann erfolgte eine nachhaltige Wiederverwendung von Erdreich, d.h. Aushub einer Eschborner Großbaustelle wurde angeliefert und in der Fläche entsprechend wieder eingebaut. Im Nachgang erfolgte die Anreicherung mit altem Spielsand aus einem örtlichen Kindergarten. Die abschließende Aussaat von RegioSaatgut erfolgte dann im kommenden Frühjahr 2020.

Das Ergebnis kann sich bereits nach einem Jahr sehen lassen.

Kontakt:

Lasse Autzen

Rathausplatz 36
65760 Eschborn


3. Platz: »Rund um das Rathaus«, Stadt Maintal

Kurzbeschreibung und Kontakt

Für diesen Wettbewerb entschieden wir uns für die Fläche „Rund um das Rathaus“. Im Rahmen der Initiativen »Maintal blüht« und »Main-Kinzig blüht« haben wir alle möglichen Flächen Rund ums Rathaus in Zusammenarbeit mit einer Diplombiologin und mit unseren Gärtner*innen des Eigenbetriebs der Stadt Maintal bepflanzt.

Das Saatgut und die Blumenzwiebeln wurden mit Sinn ausgewählt (jeden Monat blüht etwas) und standortgerecht platziert. Auch auf Qualität des Saatguts wird besonders geachtet. Ein wenig Totholz haben wir ebenfalls aufgeschichtet, um den Insekten Nistmöglichkeiten bereitzustellen. Egal von welcher Seite man schaut, überall sieht man die mit Liebe angelegten Blumenbeete.

Kontakt:

Sarah Dutiné

Klosterhofstraße 4–6
63477 Maintal


4. Platz: »Wildstaudenbeet Hofheim-Diedenbergen«, Stadt Hofheim

Kurzbeschreibung und Kontakt

Im Oktober 2020 wurde in Zusammenarbeit zwischen dem Hofheimer Imkerverein e.V., dem Landschaftspflegeverband Main-Taunus Naturlandschaft und Streuobst e.V. und der Kreisstadt Hofheim am Taunus ein etwa 100 qm großes Staudenbeet mit vielen heimischen Pflanzen, unter anderem mit Färberkamille, Margerite, Dost und Hornklee angelegt. Die extra für das trockene Milieu ausgewählten Blumen und Kräuter wurden bei einer lokalen Staudengärtnerei bezogen.

Der Boden wurde im Vorfeld mit heimischen Kies aus den Weilbacher Kiesgruben abgemagert. Geländemodellierungen, Holzstämme und Findlinge wurden in die Fläche integriert. Ein vorhandener, seitlicher Straßeneinlauf liefert bei Regen zusätzlich Wasser. Flächendeckend wurden Frühjahrsblüher ausgewildert. Die Bepflanzung befindet sich an der Straßenkreuzung Wildsachsener Straße, Ecke In der Baumschule und Habichtsweg. Im Ergebnis ist nicht nur die Zusammenarbeit zwischen den eingangs erwähnten Akteuren, sondern auch die Ausgestaltung hervorzuheben.

Kontakt:

Michael Lang

Chinonplatz 2
65719 Hofheim


5. Platz: »Blühende Friedhöfe«, Gemeinde Ronneburg

Kurzbeschreibung und Kontakt

Schon vor der Initiative »Main.Kinzig.Blüht« engagierten sich Bürger und auch die Kommune mit dem Anlegen von Blühwiesen in der Gemeinde Ronneburg. Viele weitere Flächen wurden seit 2018 - unterstützt durch »Main.Kinzig.Blüht« - umgewandelt. Bis heute stehen sie in voller Blüte und werden von den Bürgern sehr geschätzt.

In diesem Frühjahr hat die Gemeinde Ronneburg zusammen mit dem neugegründetem Verein »Heimatliebe Ronneburg e.V.« auf allen ihrer drei Friedhöfe auf einer Fläche von ca. 1600 qm neue zusätzliche Blühwiesen angelegt. Die Einwohner der Gemeinde stehen dem neuen Bild sehr positiv gegenüber und damit dies auch so bleibt, werden zeitnah ansprechende Infotafeln aufgestellt, welche auch im tristen Herbst und Winter an den Sinn und die Schönheit der Blühflächen erinnern.

Kontakt:

Alexander Lorenz

Altwiedermuser Straße 13
63549 Ronneburg


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