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„Mein eigenes Naherholungsgebiet“

Gabriele Jurczyk

Es gab diesen einen Moment nach einer Autofahrt, in dem Gabriele Jurczyk nachdenklich wurde. Wo sind all die Insekten, die früher nach Reisen mit dem Pkw die Windschutzscheibe verklebten? „Mir wurde schlagartig bewusst, wie stark die Insektenbestände in unseren Breiten jetzt schon reduziert sind“, sagt sie.

Die Sulzbacherin entschied sich dafür, auf ihrem großen, langen Balkon neuen Lebensraum für Bienen und Insekten zu schaffen. „Ich habe unter anderem Salbei, Lavendel, Schmetterlingsflieder, Eisenhut, Rittersporn, Lupinien und andere Stauden gepflanzt.“ Schon seit einigen Jahren verwendet sie bewusst bienenfreundliche Samenmischungen, erzählt die 55-Jährige.

Mittlerweile ist ihr Balkon zum beliebten Zielgebiet für Bienen geworden. „Es ist großartig, welchen Flugverkehr ich manchmal beobachten kann.“ Die Betriebswirtin mit dem Faible für Blumen sieht beim Thema Biodiversität und Nachhaltigkeit ein allgemeines Umdenken. „Schottergärten und immer mehr Flächenversiegelung, das geht so nicht weiter“, sagt die Sulzbacherin.

Dass sich viele Menschen wieder viel mehr für den eigenen Garten oder Balkon interessieren, hat ein Stück weit auch mit den Erfahrungen während der Pandemie zu tun. Gabriele Jurczyk sagt: „Für mich ist der Balkon mein eigenes, grünes Naherholungsgebiet!“

Gabriele Jurczyk (Sulzbach)

Sie hat mit Ihrem Balkon den 3. Preis in der Kategorie »Balkon, Terrasse, Hof-, Fassaden- und Dachbegrünung, Fensterbank (außen)« gewonnen.