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Faire und nachhaltige Region FrankfurtRheinMain

Wir sind eine faire europäische Metropolregion

In 2021 wurde die Metropolregion FrankfurtRheinMain als faire europäische Metropolregion ausgezeichnet. Neben den Metropolregionen Nürnberg und Ruhr ist die Metropolregion FrankfurtRheinMain jetzt die dritte deutsche faire Metropolregion und die erste Fairtrade-Region, die drei Bundesländer vereint.

Verein Rhein.Main.Fair

Möglich gemacht hat dies der Verein Rhein.Main.Fair, in dem der Regionalverband Mitglied ist und sich in der Steuerungsgruppe des Vereins engagiert. Die Auszeichnung ist für den Verein ein erster Schritt, damit die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals – SDGs) in unserer Region umgesetzt werden.

Um dies zu erreichen, fördert der Verein beispielsweise den fairen Handel (fair trade), nachhaltige Beschaffung und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Unterstützt wird der Verein dabei von Kommunen, Kirchen, NGOs, dem lokalen Handel und vielen weiteren Engagierten, die Lust auf FAIRänderung haben.

Kommunen und Kreise - macht mit!

Eine besondere Rolle haben die Kommunen und Kreise. Durch ein mutiges Vorangehen der Städte, Gemeinden und Kreise können Menschen bewegt und inspiriert werden, ihr Leben nachhaltig zu gestalten.


Verein Rhein.Main.Fair

Seit August 2019 gibt es den Verein Rhein.Main.Fair. Dieser wird unterstützt von Engagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Aktive Mitarbeit im Verein ermöglicht die Steuerungsgruppe, in der die verschiedensten gesellschaftlichen Gruppen und Organisationen zusammenarbeiten. Hier finden sich Vertreter*innen der Landes- und der kommunalen Ebene, der entwicklungspolitischen Netzwerke, Kirchen und NGOs aus Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern.

Auch der Regionalverband ist Mitglied des Vereins und engagiert sich in der Steuerungsgruppe.

  • Steuerungsgruppe Rhein.Main.Fair

Faire Kita

Seit 2016 können sich Kindertagesstätten in allen Bundesländern für ihr Engagement in der Umsetzung von Themen des Globalen Lernens und dem Fairen Handel auszeichnen lassen.

Das Ziel: Bildung für nachhaltige Entwicklung und Faire Beschaffung langfristig zu verankern. Am Beispiel des Themas Fairer Handel können Kinder wie auch Erzieher*innen und in einem zweiten Schritt die Familien für einen nachhaltigen, fairen Konsum sensibilisiert werden.

Das Projekt FaireKITA wurde 2012 vom Netzwerk Faire Metropole Ruhr entwickelt. In Hessen und Rheinland-Pfalz wird das Projekt vom Verein Rhein.Main.Fair e.V. getragen und u.a. durch Engagement Global/BMZ finanziell gefördert.

Nachhaltige Beschaffung

Weniger Müll - Mehrweggeschirr für Essen und Trinken zum mitnehmen

Ab 2023 werden viele Restaurants, Lieferdiente etc. gesetzlich verpflichtet auch Mehrwegbehälter als Alternative zu Einwegbehältern für Essen und Getränke zum Mitnehmen und Bestellen anzubieten. Ausnahmen wird es nur für kleine Betriebe geben.

Aus ökologischer Verantwortung versuchen viele Kommunen ihren lokal ansässigen Unternehmen bei der Auswahl eines Anbieters von Mehrweggeschirr zu helfen oder unterstützen sogar die Einführung eines bestimmten Systems.

Beispiele hierfür sind das Mehrwegsystem in Bad-Nauheim oder die Informationsveranstaltung in Oberursel.

Eine Übersichtsmatrix zu vier größeren Anbietern von Mehrweggeschirr hat der Ernährungsrat Frankfurt zusammengestellt. Auch die Webseite esseninmehrweg bietet weitere Informationen zum Thema, eine umfangreiche Studie zu den Anbietern und Materialien zur Nutzung.  

Fairtrade-Towns Kampagne

Fairtrade-Towns ist eine weltweite Kampagne, die den fairen Handel auf kommunaler Ebene fördert. Dabei vernetzen sich Personen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich für den fairen Handel in ihrer Heimatstadt stark machen. Darunter fallen gerechte Produktionsbedingungen sowie soziale und umweltschonende Herstellungs- und Handelsstrukturen. Auf kommunaler Ebene spielt der faire Handel vermehrt bei der öffentlichen Beschaffung eine Rolle.

Kommunen und die Ziele für Nachhaltige Entwicklung der UN

Die 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen sind ein dringender Aufruf die riesigen Herausforderungen unserer Zeit, wie zum Beispiel Armut, Hunger, Ungleichheit, Klimakrise oder Biodiversitätsverlust, weltweit gemeinsam zu lösen.

Die Ziele wurden von allen Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen verabschiedet, gelten für reiche genauso wie für ärmere Länder, und sollen bis 2030 erreicht werden. Die fünf Kernprinzipien sind Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft. Die Ziele wurden als Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in einem Vertrag festgehalten.

Jedes einzelne der 17 Ziele lässt sich prima auf die kommunale Ebene übertragen. Denn es ist genau dort, lokal vor Ort, wo jeder Einzelne von uns, wo Vereine, öffentliche Einrichtungen, Verwaltungen, Firmen und alle anderen ihren Beitrag leisten können. Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, dass auch in Zukunft die Menschen gut auf unserer Welt leben können.

Ganz im Sinn des 17. Ziels „Partnerschaften zur Erreichung der Ziele“, gibt es Hilfe für alle in der Region FrankfutRheinMain! Der Verein Rhein.Main.Fair hat es sich u.a. zur Aufgabe gemacht, die Umsetzung der 17 Ziele in der Metropolregion FrankfurtRheinMain voranzubringen. Dabei unterstützt ihn der Regionalverband.

  • © United Nations

    Die 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen - United Nations Sustainable Development Goals (SDGs)