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Trink- und Brauchwasser

Woher kommt das Wasser in der Region FrankfurtRheinMain?

Der Wasserbedarf der Region FrankfurtRheinMain wird zum großen Teil aus den Grundwasservorkommen im Hessischen Ried und im Vogelsberg gedeckt. Einige ländliche Gebiete können auch auf eigene Vorkommen zurückgreifen. Viele lokale Wasserversorger sind in überörtlichen oder überregionalen Verbänden organisiert, um auch die Versorgungssicherheit der Großstädte sicherzustellen.

Der Klimawandel verändert die Niederschläge

Die Folgen des Klimawandels werden unser Leben in Zukunft massiv verändern. Während die Erhöhung der Durchschnittstemperatur gut prognostiziert werden kann, sind die Auswirkungen auf den Wasserkreislauf schwieriger vorherzusagen.

Bei den Veränderungen der Niederschläge lässt sich im Jahresmittel kein Trend erkennen. Jedoch verschieben sich die Niederschlagsmengen vom Sommer in den Winter. So sind im Winterhalbjahr höhere Niederschlagsmengen zu erwarten, während die Sommer trockener werden. Dies hat auch direkten Einfluss auf das Abflussverhalten der Gewässer und kann bei längerer Trockenheit die Versorgung aus Quellen gefährden.

Grundwasserstände schwanken stärker

Nach heutigem Kenntnisstand ist nicht zu erwarten, dass in Deutschland generell weniger Grundwasser neu gebildet wird. Geringere Niederschläge sowie ein höherer Wasserbedarf im Sommer, können jedoch zu größeren Schwankungen der Grundwasserstände im Jahresverlauf führen. Aktuelle Grundwasserstände können beim Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie abgerufen werden.

Wasserverbrauch steigt

Infolge der höheren Temperaturen und länger anhaltenden Trockenperioden steigt, vor allem in den Sommermonaten, der Wasserverbrauch. Laut der Wasserbilanz Rhein-Main des Regierungspräsidiums Darmstadt lag der Wasserverbrauch 2018 um etwa 5 Prozent höher als im Vorjahr. Hauptgrund dafür war die ausgeprägte, lang anhaltende Trockenheit. Nur etwa 0,5 Prozent der Wasserbedarfszunahme entfällt auf das Bevölkerungswachstum. Für die öffentliche Wasserversorgung bedeutet dies, schon heute Strategien für eine an den Klimawandel angepasste Wasserversorgung zu entwickeln.

Ausstellungstafeln »Wasser im Klimawandel«

Ausstellungstafeln »Wasser im Klimawandel«

Immer häufigere und längere Hitze- und Dürreperioden wirken sich auf die Wasserverfügbarkeit in unserer Region aus. Auf fünf Tafeln informiert die Ausstellung »Wasser im Klimawandel« über die Bedeutung der Ressource und eine nachhaltige Wassernutzung.

Die Informationstafeln können als PDF-Version (gute Druckqualität bis DIN A3) heruntergeladen oder als Rollup (Format 200 cm x 85 cm) kostenlos ausgeliehen werden.

Wenn Sie Interesse an einer Ausleihe haben, können Sie uns über folgendes Dokument eine Anfrage stellen:

Kommunale Wasserkonzepte

Das Leitbild für ein integriertes Wasser-Ressourcen-Management des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz formuliert die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Wasserbewirtschaftung in Hessen. Kommunen sollen im Bedarfsfall kommunale Wasserkonzepte erstellen, in denen Maßnahmen für eine langfristige Sicherstellung der öffentlichen Wasserversorgung erarbeitet werden. Eine Aufstellung ist erforderlich, wenn

  • Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Wasserversorgung langfristig nicht sichergestellt ist oder
  • von wesentlichen wasserhaushaltsrechtlichen Prinzipien abgewichen werden soll.

In den kommunalen Wasserkonzepten sollen die jeweiligen Gegebenheiten systematisch erfasst werden. Potenziale und Risiken sollen ermittel werden, um geeignete Maßnahmen zu entwickeln. Die Inhalte sollen dabei an die individuelle Situation der Kommune angepasst sein. Themen sind beispielsweise:

  • Gemeindegebiet, Organisation der Wasserversorgung, rechtliche Rahmenbedingungen
  • Wasserressourcen und Wasserdargebot
  • Wasserbedarf und Wassernutzung
  • Wasserbilanz
  • Prognose des Trinkwasserbedarfs und Einsparpotenziale
  • Maßnahmenkatalog und Umsetzungsbedingungen

Brauch- und Regenwassernutzung

Sauberes Trinkwasser ist eine wertvolle Ressource mit der jede*r sparsam und verantwortungsvoll umgehen muss. Neuartige Technologien ermöglichen es leicht verschmutztes, häusliches Abwasser - zum Beispiel aus Waschbecken oder Dusche - wiederzuverwerten. Spezielle Brauchwasserrecyclinganlagen bereiten das Wasser so auf, dass es ein zweites Mal - beispielsweise für die Toilettenspülung - genutzt werden kann. Damit das Brauchwasser (auch Grauwasser genannt) sich nicht mit dem Trinkwasser vermischt, wird ein zweites Rohrleitungssystem benötigt. Ein solches System ist daher besonders für Neubauten interessant. Auch Regenwasser von Dächern oder versiegelten Flächen kann aufgefangen und in Haushalt und Garten genutzt werden.