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Datum: 15.10.2020

Essen für das Klima - Klimaschutz im Alltag

Regional, saisonal, möglichst vegetarisch oder vegan. Mit diesen Schlagworten kann eine klimabewusste Ernährung beschrieben werden.

Knapp 12 Tonnen CO2 pro Jahr verursacht jede Person in Deutschland im Durchschnitt. Die Ernährung steht mit 1,7 Tonnen an zweiter Stelle, noch vor dem Heizen mit 1,6 Tonnen (Quelle: IFEU 2020). Schon kleine Veränderungen im Alltag können sich positiv auf die eigene Klimabilanz auswirken.

Möglichst vegetarisch oder vegan

Pflanzliche Lebensmittel verursachen die wenigsten Treibhausgase, tierische hingegen die meisten. Ein Kilogramm Rindfleisch aus dem Supermarkt belastet das Klima mit einem CO2-Äquivalent von etwa 13 kg oder wie eine 250 Kilometer lange Fahrt im Kleinwagen auf der Autobahn (Quelle: Klimateller). Dass Fleisch, allen voran Rindfleisch, eine ungünstige Klimabilanz aufweist, liegt unter anderem daran, dass Wiederkäuer beim Verdauen das Treibhausgas Methan freisetzen. Weitere Energie wird bei der Herstellung und dem Transport von Kraftfutter verbraucht. Gemüse hingegen weist nur ein CO2-Äquivalent von etwa 150 g pro Kilogramm Gemüse auf.

Möglichst saisonal und regional

In der Saison geerntete Freilandtomaten aus Ihrer Region haben einen zehnmal kleineren CO2-Fußabdruck wie Tomaten aus einem geheizten Gewächshaus in Deutschland. Jetzt im Herbst/Winter sind daher eher Äpfel, Kürbis, Kohl und Wurzel­gemüse die passenden Früchte auf der Einkaufsliste.

Möglichst frisch

Bevorzugen Sie beim Essen frische Lebensmittel und weniger tiefgekühlte oder konservierte Lebensmittel, senkt das ebenfalls Ihren CO2-Fußabdruck. Verwenden Sie zum Beispiel frischen Spinat, dann verursachen Sie nur ein Drittel der Treibhausgase, die bei der Verwendung von tiefgefrorenem Spinat anfallen würden (Quelle: IFEU 2020).

Erfolgt der Einkauf zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem öffentlichen Nahverkehr und halten Sie sich darüber hinaus Vorräte und verwerten die Reste kreativ trägt auch das jeweils zu einer positiven Klimabilanz bei.

Ihr persönlicher CO2-Fußabdruck

Wenn Sie diese Kriterien berücksichtigen, verursachen Sie viel weniger CO2 pro Jahr für die Ernährung als jeder Mensch im Durchschnitt in Deutschland. Würden beispielsweise alle Menschen in Deutschland vegan essen, so ließe sich der CO2-Ausstoß pro Jahr in Deutschland von 1,7 Tonnen auf etwa die Hälfte reduzieren (UBA 2020 aus CO2-Rechner).

Wollen Sie wissen, wie Ihr persönlicher CO2-Fußabdruck konkret im Ernährungsbereich oder in anderen Lebensbereichen aussieht? Beim CO2­-Rechner des Umweltbundesamtes können Sie Ihren eigenen CO2-Fußabdruck berechnen lassen

Weitere Ideen, wie Sie klimabewusst handeln sowie Ihren persönlichen CO2­-Fußabdruck reduzieren können, finden Sie auf der Tafel »Was kann ich persönlich tun« aus unserer Ausstellung »Klima braucht Energie«.