Neues Kapitel in Sachen Klimaschutz
Wie steht es mit der Energiewende und dem Klimaschutz in unserer Region? Welche Ansätze funktionieren in den Kommunen und was ist in Zukunft zu tun? Die Fortschreibung des Regionalen Energie- und Klimaschutzkonzeptes soll Lösungsansätze zu diesen Fragen liefern. Gemeinsam mit den 80 Mitgliedskommunen wird das seit 2015 bestehende Konzept fortgeschrieben. Eine Auftaktveranstaltung findet am 9. Februar 2026 in der Evangelischen Akademie in Frankfurt am Main statt.
Die Veranstaltung richtet sich vor allem an lokale und regionale Akteurinnen und Akteure, die sich mit den Themen Energiewende und Klimaschutz beschäftigen, also zum Beispiel Kommunen, Verbände und andere Institutionen. Es geht darum, Schwerpunktthemen zu setzen, die Arbeit von Strategiegruppen zu verschiedenen Themenschwerpunkten zu initiieren und möglichst viele zum Mitmachen zu motivieren.
„Mit der Fortschreibung unseres Regionalen Energie- und Klimaschutzkonzepts können wir unsere Region nicht nur klimafreundlicher und nachhaltiger gestalten, sondern auch stark, zukunftsfähig und lebenswert für kommende Generationen aufstellen“, so Rouven Kötter, Erster Beigeordneter des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain.
Programmhöhepunkt der geplanten Auftaktveranstaltung im Februar 2026 ist ein Vortrag des Ökonomen Prof. Dr. Uwe Schneidewind zum Thema „Klimaschutz als strategische Aufgabe - Wie arbeiten wir gemeinsam für eine zukunftsfähige Region?“ Schneidewind war Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie und auch Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal. Damit kennt er sowohl die wissenschaftliche als auch kommunale Sicht auf das Thema.
Darüber hinaus vermittelt die Veranstaltung einen aktuellen Stand des Konzeptes und stellt gute Praxisbeispiele in Sachen Energie und Klimaschutz vor. Im Anschluss an die Auftaktveranstaltung sollen Strategiegruppen konkrete Maßnahmen ausarbeiten, die anschließend in das Konzept überführt werden. Ziel ist es, die Beiträge der Region zur Energiewende und zum Klimaschutz klar zu bestimmen, Synergien zu nutzen und die Zusammenarbeit regionaler Akteure verbindlich zu vereinbaren.
Die Arbeit auf regionaler Ebene ist so wichtig, weil sich hier Infrastruktur, Wissen und politische Handlungskraft bündeln. Dabei wirken kommunale Planung, Mobilität, Wärmeversorgung und Energienetze überörtlich zusammen. Ein abgestimmtes regionales Konzept macht diese Hebel nutzbar und sorgt dafür, dass die gesetzlich vorgegebenen Klimaziele schneller umgesetzt werden.
„Bringen Sie Ihr Praxiswissen, Ihre Erfahrungen und Ideen mit ein. Regionale Projekte und Kooperationen zeigen bereits heute, wie Klimaschutz praktisch und erfolgreich funktionieren kann“, sagte Dr. Kirsten Schröder-Goga, Leiterin der Abteilung Klima, Energie und Nachhaltigkeit beim Regionalverband. Die Fortschreibung des Konzepts biete die Chance, gelungene Ansätze auszubauen, Lücken zu schließen und Kooperationen zu vereinbaren.
Die anstehende Fortschreibung soll das bestehende Konzept von 2015 an veränderte Rahmenbedingungen anpassen. Denn seitdem hat der Regionalverband vieles angestoßen und entwickelt. So hat er einheitliche Energiesteckbriefe für Kommunen sowie Praxisleitfäden erarbeitet und das Klima-Energie-Portal als Onlineangebot geschaffen. Im Bereich Mobilität bringt der Regionalverband aktuell in einem gesonderten Prozess die Fortschreibung der Regionalen Mobilitätsstrategie auf den Weg.
Im laufenden Jahr 2025 gab es bereits vorbereitende Fachgespräche mit dem Klimaschutzmanagement von Kommunen und Landkreisen. Michael Voll, stellvertretender Leiter der Abteilung Klima, Energie und Nachhaltigkeit im Regionalverband, hat den Prozess intensiv begleitet: „In den vergangenen zehn Jahren hat sich viel verändert. Die Lage ist dringlicher, es gibt inzwischen aber auch neue Gesetze zu beachten und die Kommunen sind mit hauptamtlichen Fachkräften professioneller aufgestellt“, so Voll. Der Austausch sei sehr wichtig gewesen, um herauszufinden, wo vor Ort der Schuh drückt. Zugleich wurde deutlich: „Es gibt eine große Bereitschaft, am neuen Energie- und Klimaschutzkonzept mitzuarbeiten, es kann also losgehen“, sagte Voll mit Blick auf die kommenden Monate.
Die Auftaktveranstaltung findet am 9. Februar 2026 von 13:00 bis etwa 17:00 Uhr in der Evangelischen Akademie, Römerberg 9, in Frankfurt am Main statt. Anmelden können Sie sich hier.
Einen Überblick über die Fortschreibung des Regionalen Energie- und Klimaschutzkonzeptes erhalten Sie hier.