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Datum: 27.04.2022

Der 27. Tag der erneuerbaren Energien am 29.04.2022

Ambitionierte Ziele in Hessen und bundeweit

Deutschland und Hessen haben sich für die nächsten Jahre ambitionierte Ziele gesetzt: Nach der Novelle des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (EEG) soll Deutschland bis 2035 den Strom vollständig durch erneuerbare Energien erzeugen. Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung auf mindestens 80 Prozent steigen. Dies ist dabei wichtig:

  • Wind- und Solarenergie ausbauen,
  • Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen,
  • Kommunen finanziell am Ausbau der erneuerbaren Energien beteiligen und
  • Haushalte und Unternehmen entlasten, indem die EEG-Förderung über den Strompreis im Sommer beendet werden wird.

Auch in Hessen soll der Ausbau der erneuerbaren Energien durch die Änderung des Hessischen Energiegesetzes einen Schub bekommen:
https://wirtschaft.hessen.de/presse/photovoltaikpflicht-fuer-parkplaetze-und-landesgebaeude

Und was haben wir bereits geschafft?

2021 deckten erneuerbare Energien 19,7 Prozent des deutschen Energieverbrauchs. Die Anteile der erneuerbaren Energien sind in den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr sehr unterschiedlich: Im Stromsektor stammen bereits 41 Prozent aus erneuerbaren Energien. Bei der Erzeugung von Raumwärme, Warmwasser und Prozesswärme liegt der Anteil erneuerbarer Energien bei 16 Prozent, im Verkehr liegt der Anteil lediglich bei knapp 7 Prozent.

Quelle: AGEE Stat. / Umweltbundesamt 2022

Der meiste Strom aus erneuerbaren Energien wird in Deutschland durch Wind erzeugt, gefolgt von Photovoltaik und Biomasse. Die Wasserenergie nimmt den kleinsten Anteil bei der Stromerzeugung durch Erneuerbare ein. Unten stehende Abbildung zeigt die Stromerzeugung durch erneuerbare Energien in Deutschland in den Jahren 1990 bis 2021.

Im Wärmesektor wird der größte Anteil der Wärme im Jahr 2021 mit 78 Prozent aus Biomasse erzeugt. Die Anteile der oberflächennahen Geothermie (9 Prozent), der Verbrennung des Abfalls (8 Prozent), der Solarthermie (4,2 Prozent) und der tiefen Geothermie (0,8 Prozent) sind deutlich geringer.

Weitere Informationen über erneuerbare Energien finden Sie in unserer Ausstellung »Klima braucht Energie«.