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Datum: 03.03.2024

3. März: Tag des Artenschutzes – gemeinsam mehr bewirken

Kräuter sind ein Anziehungspunkt für Insekten: hier ein Landkärtchen auf einem Oregano.

Das Artensterben ist neben der Klimakrise eine weitere große Herausforderung für die Menschheit. Besonders deutlich wird dies am dramatischen Rückgang der Insekten. Bereits 40 Prozent der wissenschaftlich untersuchten Insekten gelten als gefährdet oder ausgestorben. Die Ursachen sind vielfältig. Dazu gehören, der Verlust und die zunehmende Zerschneidung natürlicher Lebensräume in der Landschaft - insbesondere artenreiche Wiesen sind stark zurückgegangen - der Einsatz von Pestiziden sowie der erhöhte Nährstoffeintrag in Böden und Gewässern. Siedlungsgebiete mit ihren Gärten Grün- und Brachflächen gewinnen daher als Ersatz-(Teil)Lebensräumen für einige Arten an Bedeutung. Sie bieten auf kleinem Raum unterschiedliche Standortbedingungen.

Im privaten Bereich engagieren sich viele Menschen für den Erhalt der Insekten im Garten oder auf dem Balkon. Die Nachfrage nach bienenfreundlichen Pflanzen und Samen ist groß, ebenso das Interesse den Garten insektenfreundlich zu gestalten und zu pflegen. Dabei ist es wichtig, den Insekten vielfältige Nahrungsangebote an heimischen Pflanzen anzubieten, denn beispielsweise ist ein Drittel der Wildbienen auf bestimmte Pflanzen spezialisiert. Außerdem sollte man Nistmöglichkeiten wie Totholz- oder Steinhaufen zur Verfügung stellen und der Natur auch öfter mal freien Lauf zu lassen.

Auch viele Städte und Gemeinden in unserer Region sind aktiv und berücksichtigen bei der Neu- und Umgestaltung sowie bei der Pflege von Grünflächen zunehmend die Bedürfnisse von Insekten. Grünanlagen werden mit standortangepassten und insektenfreundlichen Bäumen, Sträuchern und Stauden bepflanzt, Wiesen mit regionalen Wildblumensamen eingesät und nur noch ein bis dreimal im Jahr gemäht. Darüber hinaus informieren viele Kommunen ihre Bürgerinnen und Bürger und bieten Pflanzprojekte oder Blühpatenschaften an.

Der Regionalverband unterstützt das Engagement der Kommunen und lädt seit diesem Jahr zu einem Vernetzungstreffen der Grünflächen- und Umweltämter ein, um sich auszutauschen voneinander zu lernen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Für Privatpersonen bietet er die Broschüre „Blühende Gärten – Tipps zum insektenfreundlichen und klimarobusten Gärtnern“ und alle zwei Jahre den Fotowettbewerb „Blühende Gärten an.

Ob auf öffentlichen Grünflächen, auf Balkonen, in Privatgärten, Kleingartenanlagen, auf Firmengeländen oder in den Außenanlagen von Schulen und Kindergärten – nur gemeinsam lässt sich mehr für den Schutz der Insekten erreicht. Jedes vielfältig blühende Grün zählt.

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