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Datum: 12.06.2022

Tag des Gartens: Vom Schrebergarten zum Urban Gardening

"Urban Gardening" in Langen

Am 12. Juni 2022 ist der Tag des Gartens. Gärten sind Orte der Erholung und Selbstversorgung. Im 19. Jahrhundert sind die ersten „Schrebergärten“ entstanden. Sie sollten der arbeitenden Bevölkerung und deren Kindern einen Erholungsraum jenseits ihrer beengten und oft auch ungesunden Lebensverhältnissen bieten. Die Gärten waren auch ideale Orte, um frisches Obst und Gemüse anzubauen.

Im Zuge moderner Krisen, wie dem Rückgang der Artenvielfalt, dem Klimawandel oder der Covid-19 Pandemie, hat die Bedeutung des Gartens wieder stark zugenommen. Sie führt in den Großstädten zu neuen Gartenformen, wie dem sogenannten „Urban Gardening“. An ungewöhnlichen städtischen Orten werden aus einfachen Mitteln Pflanzkübel und Hochbeete gebaut. Es wird Gemüse und Obst angepflanzt, zusätzlich wird auf Flächen heimisches Saatgut zur Förderung der Insektenwelt und der Artenvielfalt ausgebracht. Im Vordergrund steht die Selbstversorgung mit nachhaltigen Lebensmitteln aus der Region, die Begrünung ungenutzter Flächen, aber auch die Begegnung mit anderen gleichgesinnten Menschen. Der Garten leistet daher heutzutage einen Beitrag zur Nachhaltigkeit, zur Klimaanpassung, zum Erhalt der Artenvielfalt und zum sozialen Miteinander im städtischen Raum. Viele Kommunen unterstützen dieses bürgerliche Engagement.

Der Tag des Gartens findet seit 1984 an jedem 2. Sonntag im Juni statt, um den Menschen die Bedeutung des Kleingartens für das Wohlbefinden von Mensch und Natur in Stadt und Land ins Bewusstsein zu rufen. Das diesjährige Motto: „Kleingärten: Grün, das verbindet“.

Weitere Infos zur Bedeutung des Gartens für die Klimaanpassung und Artenvielfalt: www.klimaenergie-frm.de/fotos