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Datum: 13.02.2026

Riesiges Interesse an der Fortschreibung des Regionalen Energie- und Klimaschutzkonzeptes

Regionalverband initiiert breiten Beteiligungsprozess für die Transformation hin zu einer klimaneutralen und nachhaltigen Region FRM

Bei der Auftaktveranstaltung zur Fortschreibung des Regionalen Energie- und Klimaschutzkonzeptes (von links): Claudia Jäger (Verbandsdirektorin, Regionalverband), Dr. Kirsten Schröder-Goga (Abteilungsleiterin Klima, Energie und Nachhaltigkeit, Regionalverband), Michael Voll (stellvertretender Abteilungsleiter Klima, Energie und Nachhaltigkeit, Regionalverband), Prof. Dr. Uwe Schneidewind (Ökonom, Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal a.D., Geschäftsführer des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie a. D.), Daniel Windmann-Gerhard (Energiemanager, Stadt Herborn), Rouven Kötter (Erster Beigeordneter, Regionalverband), Florian Bienias (Kommunalmanager, Syna GmbH), Sebastian Hemmer (Projektleiter Klimapakt2030plus, Geschäftsstelle Metropolregion Nürnberg) und Udo Zindel (Bauamtsleiter der Gemeinde Heidenrod, Geschäftsführer der Windenergiepark Heidenrod GmbH)


Weltweit schreitet die Klimakrise voran. Welche Lösungsansätze können auf lokaler und regionaler Ebene entwickelt werden, um die Energiewende und den Klimaschutz konsequent und beschleunigt voranzubringen? Das ist eine Frage, die viele Menschen bewegt: Knapp 200 Teilnehmende besuchten auf Einladung des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain den Auftakt zur Fortschreibung des Regionalen Energie- und Klimaschutzkonzeptes.

„Die sich zuspitzende Klimakrise, steigende Energiebedarfe und die notwendige Transformation hin zu erneuerbaren Energien verlangen entschlossenes Handeln. Dabei ist das neue Regionale Energie- und Klimaschutzkonzept ein wichtiger Schritt, den wir gemeinsam mit unseren Kommunen und weiteren Akteuren aus der Region gehen. Ich bin überzeugt: Unser Konzept wird eine massive Hebelwirkung entfalten. Klimaschutz und Energiewende bleiben zentrale Zukunftsaufgaben“, sagte Rouven Kötter, der für Klima, Energie und Nachhaltigkeit zuständige Erste Beigeordnete des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain.

Dass angesichts der Klimakrise eine verstärkte lokale und regionale Zusammenarbeit der richtige Weg ist, bekräftigte Keynote-Redner Prof. Dr. Uwe Schneidewind, früherer Geschäftsführer des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie und ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal. „Eine große systemische Transformation passiert meist im Kleinen an ganz vielen Orten, bis ein positiver Kipppunkt erreicht wird.“ Als „Powerhouse der Republik“ habe die wirtschaftsstarke Region FRM eine Vorbildfunktion: „Auf Sie wird geschaut werden“, sagte Schneidewind.

Die gut besuchte Veranstaltung in der Evangelischen Akademie Frankfurt richtete sich vor allem an lokale und regionale Akteurinnen und Akteure, die sich mit den Themen Energiewende und Klimaschutz beschäftigen, etwa Kommunen, Verbände und andere Institutionen. Ziel ist es, Schwerpunktthemen zu setzen, die Arbeit von Strategiegruppen zu verschiedenen Themenschwerpunkten zu initiieren und möglichst viele zum Mitmachen zu motivieren.

„Wir haben die Chance, gemeinsam ein Energie- und Klimaschutzkonzept für unsere Region zu entwickeln, das nicht nur Klimaschutz voranbringt, sondern auch wirtschaftliche Stärke, Versorgungssicherheit, Lebensqualität und Unabhängigkeit von globalen Krisen schafft. Ohne regionale Lösungen, ohne engagierte Akteure vor Ort wird die Energiewende nicht gelingen“, sagte Dr. Kirsten Schröder-Goga, Leiterin der Abteilung Klima, Energie und Nachhaltigkeit im Regionalverband FrankfurtRheinMain.

Michael Voll, Projektleiter des Regionalen Energie- und Klimaschutzkonzeptes im Regionalverband, stellte Maßnahmen vor, die seit der erstmaligen Erarbeitung des Regionalen Energiekonzeptes FrankfurtRheinMain umgesetzt wurden. Dazu zählen u. a. die Einrichtung der Landesenergieagentur (LEA), die Erarbeitung und Umsetzung der Regionalen Mobilitätsstrategie unter Federführung des Regionalverbandes, ein regional einheitliches Berichtswesen (Kommunale Energiesteckbriefe) sowie der Aufbau und Betrieb des Klima-Energie-Portals, das Kommunen Unterstützungsangebote zur Verfügung stellt.

In die Zukunft gerichtet, skizzierte Voll den jetzt angelaufenen Beteiligungsprozess, der vom Regionalverband koordiniert wird. Dabei werden die regionalen Akteure auf den vier Strategiefeldern »Übergeordnetes & Governance«, »Energie & Infrastruktur“«, „»Siedlung & Wohnen« sowie „»Wirtschaft & Wertschöpfung« Maßnahmen in Sachen Energietransformation und Klimaschutz entwickeln, die dann in den nächsten Jahren umgesetzt werden. So sollen kommunale Interessen gegenüber Bund und Land gebündelt, der Aufbau des kommunalen Energiemanagements unterstützt, die interkommunale Zusammenarbeit koordiniert sowie Wissensaufbau und Vernetzung gestärkt werden. „Es gibt eine große Bereitschaft, an der Fortschreibung des Regionalen Energie- und Klimaschutzkonzeptes mitzuwirken. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit!“, sagte Voll.

Zudem wurden bei der Auftaktveranstaltung gute Praxisbeispiele in Sachen Energie und Klimaschutz präsentiert. So stellte Sebastian Hemmer die vorbildlich organisierte interkommunalen Zusammenarbeit im Rahmen des Klimapaktes der Metropolregion Nürnberg vor. Über den Strombilanzkreis des Main-Taunus-Kreises referierte Florian Bienias von der Syna GmbH. Daniel Windmann-Gerhard stellte die Wärmeplanung und das Energiemanagement der Stadt Herborn vor. Udo Zindel von der Gemeinde Heidenrod zeigte am Beispiel des Windenergieparks Heidenrod, wie sich die Energiewende für alle rentieren kann.

Ein positives Fazit zog auch Claudia Jäger, Verbandsdirektorin des Regionalverbandes: „Es war eine gelungene Auftaktveranstaltung mit positiver Stimmung. Ein großer Dank an alle, die am Regionalen Energie- und Klimaschutzkonzeptes mitarbeiten werden“.

Die Erstellung und Fortschreibung des Regionalen Energie- und Klimaschutzkonzeptes durch den Regionalverband FrankfurtRheinMain basiert auf dem »Gesetz über die Metropolregion«, in welchem die Aufgaben des Regionalverbandes festgelegt sind. Neben der »Regionalen Flächennutzungsplanung« gehört auch die Erstellung und Fortschreibung eines »Regionalen Energie- und Klimaschutzkonzeptes« zu seinen Aufgaben.

Weitere Infos:

https://www.klimaenergie-frm.de/RegEK2025