Energieerzeugung im Gebiet des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain
Die Hessische Landesregierung hat sich mit dem Hessischen Energiegesetz vom 29.11.2022 zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2045 klimaneutral zu werden. Bis dahin soll der Energieverbrauch von Strom und Wärme zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden. Der Regionalverband FrankfurtRheinMain unterstützt auf mehreren Ebenen das Erreichen der Klimaschutzziele des Landes Hessen. So wirkt der Regionalverband FrankfurtRheinMain bei den Hessischen Klima-Kommunen mit.
Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien – Photovoltaik und Biogas sind wichtigste Energiequellen
Die lokale Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien betrug im Jahr 2023 im Regionalverband FrankfurtRheinMain 903 Gigawattstunden. Den größten Anteil daran hatte die Stromerzeugung aus Photovoltaik inklusive des geschätzten Selbstverbrauchs* mit knapp 48 Prozent, Biogas inklusive Klär- und Deponiegas mit etwas über 30 Prozent. Aus Windkraft wurden 20 Prozent und aus Wasserkraft etwas mehr als eineinhalb Prozent erzeugt.
* Der Selbstverbrauch PV ist ein Schätzwert der Strommenge von Photovoltaik-Anlagen, die vor Ort selbst genutzt und nicht in das Netz eingespeist wird (IE-Leipzig 2020). Dieser Schätzwert wird von der Hessen Agentur bereitgestellt.
Strom: Entwicklung der installierten Leistung erneuerbarer Energien
Beim Strom stieg die installierte Leistung zwischen den Jahren 2019 - 2023 um knapp 61 Prozent von 487 auf 784 Megawatt. Den deutlichsten Zuwachs gab es mit 79 Prozent beziehungsweise 278 Megawatt im Bereich Photovoltaik.
Der Bundesstrommix: knapp 52 Prozent aus erneuerbaren Energien
Im Bereich der Stromerzeugung spielt auch der Bundesstrommix eine wichtige Rolle. Dieser setzte sich im Jahr 2023 zu 52 Prozent aus erneuerbaren Energien zusammen, also aus Wind, Wasser, Biogas und Photovoltaik. Bei den fossilen Energieträgern hatte Kohle mit knapp 25 Prozent den größten Anteil. Der Anteil der Kernenergie lag unter zwei Prozent.
Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien – Wärmepumpen spielen die Hauptrolle
In der Region wurden im Jahr 2023 aus erneuerbarer Wärme 589 Gigawattstunden erzeugt. Der Großteil der Energie ist mit knapp 62 Prozent auf Wärmepumpen zurückzuführen. Biomasse erzeugte 25 Prozent der lokalen erneuerbaren Wärme. Darunter fallen auch Holz und Reststoffe für den privaten Haushalt, wie zum Beispiel Pellets. Der Anteil der Solarthermie lag bei fast 13 Prozent. Ein halbes Prozent der lokalen, erneuerbaren Wärme wurde aus Thermalquellen gewonnen.
Wärme: Entwicklung der installierten Leistung erneuerbarer Energien
Wie die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien nahm auch die Wärmeerzeugung aus regenerativen Quellen von 2019 bis 2023 zu. Im Vergleich zu 2019 stieg die lokale installierte Leistung bis 2023 um knapp 39 Prozent von 204 auf 284 Megawatt. Dabei war der Zuwachs bei den Wärmepumpen mit fast 112 Prozent bzw. 43 Megawatt am größten, gefolgt vom Zuwachs bei der Biomasse mit 39 Prozent bzw. 27 Megawatt.
Datengrundlage zur Strom- und Wärmeerzeugung
Die Daten zur Energieerzeugung basieren auf dem Energiemonitoring des Landes Hessen (erneuerbarer Strom), Daten des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (erneuerbare Wärme) und der AG Energiebilanzierung (Bundesstrommix). Weitere Daten der Energieerzeugung basieren auf den vom Regionalverband erfassten Einzelanlagen.
Bei der Berechnung der Energiesteckbriefe sind wir von der Verfügbarkeit von Daten abhängig, die zum Teil erst mit einer Verzögerung von ein paar Jahren veröffentlicht werden.