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Trockenheit und Wassermangel

Folgen für Mensch und Natur

Der Klimawandel führt zunehmend zu längeren Trockenperioden, Wassermangel und sinkenden Grundwasserspiegeln. Ein nachhaltiger und sparsamer Umgang mit Wasser wird deshalb immer wichtiger. Ausbleibender Regen kann zu erheblichen Ernteausfällen führen und damit landwirtschaftliche Betriebe sowie die Lebensmittelversorgung beeinträchtigen. Effiziente Bewässerungssysteme und ein schonender Umgang mit Böden helfen, Wasser zu sparen und Erträge langfristig zu sichern. Niedrigwasser kann den Schiffsverkehr auf Binnenwasserstraßen erheblich einschränken. Dies kann zu Problemen in Lieferketten sowie zu Produktionsausfällen führen.

Dürreperioden gefährden zudem die Lebensräume zahlreicher Pflanzen- und Tierarten. Nahrungsquellen werden knapper und ökologische Gleichgewichte können gestört werden. Auch für die menschliche Gesundheit stellen Hitzeperioden ein erhebliches Risiko dar – insbesondere für ältere Menschen, Kinder sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen. Hitzestress kann Kreislaufprobleme, Dehydrierung und eine erhöhte Belastung des Herz-Kreislauf-Systems verursachen.

So war der Juni 2026 einer der wärmsten Junimonate mit extremer Hitze zum Monatsende. Mehr Informationen zum Wetter im Juni finden Sie beim Deutschen Wetterdienst: Wetter und Klima - Deutscher Wetterdienst - Presse - Deutschlandwetter im Juni 2026.

„Noch nie in der Messreihe war es in Hessen so warm, wie im vergangenen Juni. Die Mitteltemperatur lag bei 19,8 °C (15,2 °C) und damit wurde selbst der bisherige Rekordjuni 2003 um 0,3 Grad überboten. Bemerkenswert war die Hitzewelle in der dritten Dekade, als es beispielsweise am 27. in Frankfurt am Main-Westend ein hessenweit nie zuvor gemessenen Tagesmittelwert von 33,1 °C gab. Als körperlich besonders anstrengend dürften viele Menschen insbesondere im Rhein-Main-Gebiet die hohe Anzahl (acht bis zehn) tropischer Nächte empfunden haben, gepaart mit Allzeitrekordwerten über 40 °C. Der Niederschlag war auch in der Landesmitte unterrepräsentiert und bis Monatsende landeten mit rund 56 l/m² nur 70 % des Klimasolls (80 l/m²) in den Messbechern. Die Sonne lachte rund 242 Stunden (192 Stunden) am Himmel und damit war es der vierte überdurchschnittlich sonnige Monat in Folge.“ (DWD - https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2026/20260629_deutschlandwetter_juni_news.html)

Einen guten Überblick zum Aufruf des Wassersparens der hessischen Kommunen liefert ein Artikel der Hessenschau vom 26.06.2026. Während einige Kommunen lediglich zum Wassersparen appellierten, wurde in Offenbach der Trinkwassernotstand ausgerufen. Inzwischen hat sich die Lage jedoch wieder ein wenig entspannt und die Wasserampel des Zweckverbandes Offenbach (ZWO) steht nicht mehr auf Rot.

Trockenphasen verursachen Wasserstress und führen zu Ernteausfällen. Steigende Preise und wirtschaftlicher Druck für Landwirte sind die Folge.

Maßnahmen in den Kommunen

Kommunen können auf langanhaltende Trocken- und Hitzeperioden mit einer Vielzahl von Maßnahmen reagieren. Dazu gehören Gefahrenabwehrverordnungen, Wasserampeln, Klimaanpassungskonzepte, die Förderung wassersparender Technologien, gezielte Öffentlichkeitsarbeit sowie leicht zugängliche Informationen für die Bevölkerung. Gefahrenabwehrverordnungen können die Wasserentnahme rechtlich einschränken, etwa beim Befüllen von Pools, beim Autowaschen oder bei der Gartenbewässerung. Wasserampeln zeigen anhand von Farben, wie es um die Trinkwasserversorgung einer Kommune steht und welche Einschränkungen gelten.

Ergänzend setzen viele Kommunen auf Entsiegelung, den Ausbau von Grün- und Wasserflächen zur Kühlung, die Speicherung und Nutzung von Regenwasser, Trinkwasserspender sowie Hitzeaktionspläne. Solche Maßnahmen helfen nicht nur kurzfristig in Krisensituationen, sondern stärken auch die langfristige Resilienz gegenüber den Folgen des Klimawandels.

Was wir tun können

Auch im Alltag kann jede Person einen wichtigen Beitrag leisten. Pflanzen sollten bedarfsgerecht und möglichst mit Regenwasser gegossen werden. Gesammeltes Regenwasser eignet sich zum Beispiel zur Bewässerung von Pflanzen; gefiltertes Regenwasser kann auch für die Toilettenspülung genutzt werden. Wasser lässt sich außerdem durch gezieltes Gießen in den frühen Morgen- oder Abendstunden, wassersparende Armaturen, den Verzicht auf unnötigen Wasserverbrauch im Haushalt und das Unterlassen des Befüllens von Pools einsparen.

Mulch schützt Böden vor Austrocknung und hilft, Feuchtigkeit länger zu speichern. Wo möglich, sollten versiegelte Flächen reduziert oder durch wasserdurchlässige Beläge ersetzt werden. Innenräume bleiben durch richtiges Lüften und wirksame Verschattung länger kühl. Außerdem ist es wichtig, ausreichend zu trinken, direkte Sonneneinstrahlung möglichst zu meiden und auf besonders hitzegefährdete Menschen im persönlichen Umfeld zu achten. Nachbarschaftliche Unterstützung kann gerade für ältere oder gesundheitlich beeinträchtigte Menschen eine große Hilfe sein.

Übersicht zur Bodenfeuchte des Gesamtbodens im Juni 2026.

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