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Wasserkreislauf im Wandel

Von der Erde in die Atmosphäre und wieder zurück

Der natürliche Wasserkreislauf hält unseren Planeten seit Jahrmillionen im Gleichgewicht. Durch die Sonneneinstrahlung verdunstet Wasser aus Ozeanen, Seen und Flüssen. Der Wasserdampf steigt in die Atmosphäre auf, kondensiert in höheren, kälteren Luftschichten zu Wolken und wird durch Winde teils über weite Strecken transportiert. Schließlich kehrt das Wasser in Form von Regen, Schnee oder Hagel als Niederschlag zur Erdoberfläche zurück. Ein Teil versickert im Boden, speist das Grundwasser und fließt unterirdisch Meeren und Flüssen zu. Das übrige Wasser verdunstet unmittelbar, fließt oberirdisch über Bäche und Flüsse ab oder wird von Pflanzen aufgenommen und gelangt durch Verdunstung über die Blätter zurück in die Atmosphäre.

Der Wasserkreislauf zeigt, wie Wasser durch Verdunstung, Wolkenbildung und Niederschlag ständig in Bewegung ist.


Der Einfluss des Klimawandels

Der Klimawandel beeinflusst diesen globalen Wasserkreislauf erheblich. Durch die zunehmende Erwärmung der Erdoberfläche und der Ozeane verdunstet immer mehr Wasser. Zudem kann wärmere Luft mehr Wasserdampf aufnehmen, wodurch sich Extremwetterereignisse wie Starkregen und Stürme häufen. Die regionalen Niederschlagsmuster verändern sich – mit mehr oder weniger Regen als bisher und teilweise langanhaltenden Trockenperioden. Darüber hinaus führt das Abschmelzen von Gletschern und Eisschilden zum Anstieg des Meeresspiegels, was insbesondere für Küstenregionen gravierende Folgen wie häufigere und stärkere Überschwemmungen mit sich bringt.

Weitere menschliche Einflüsse

Hinzu kommen weitere Eingriffe des Menschen in den natürlichen Wasserkreislauf. Wasser wird aus Flüssen und dem Grundwasser entnommen, um die Trinkwasserversorgung zu sichern. Dies führt mancherorts zu sinkenden Grundwasserständen. Auch in der Landwirtschaft verringert die Bewässerung durch die Entnahme von Wasser aus Flüssen, Seen oder dem Grundwasser die regional verfügbaren Wassermengen. Gleichzeitig belasten Dünge- und Pflanzenschutzmittel das Grundwasser. Darüber hinaus führt die fortschreitende Versiegelung von Flächen dazu, dass immer weniger Wasser im Boden versickern kann.

Menschliche Einflüsse verändern den natürlichen Wasserkreislauf und verursachen zum Beispiel Chemikalien- und Arzneimittelrückstände im Grundwasser.


Gemeinsamer Schutz der Ressource

Umso wichtiger ist es daher, den Wasserkreislauf gemeinsam zu schützen und nachhaltig mit dieser lebenswichtigen Ressource umzugehen. Die Entsiegelung von Flächen, die Renaturierung von Flüssen und Bächen sowie der Ausbau von Schwammstadtkonzepten mit mehr Grün- und durchlässigen Flächen ermöglichen es dem Regenwasser, wieder natürlich zu versickern und die Grundwasserspeicher aufzufüllen. So reduzieren wir nicht nur das Überschwemmungsrisiko bei Starkregen, sondern stärken auch die Widerstandsfähigkeit unserer Region gegenüber Trockenperioden.

Jeder kann dazu beitragen – etwa durch einen bewussten Wasserverbrauch, den Einsatz von Regenwassertonnen und Zisternen oder die Anlage ökologisch wertvoller Begrünungen. Haben Sie Fragen zu diesem Thema oder möchten Projekte in Ihrer Region umsetzen, kommen Sie gerne auf uns zu. Wir unterstützen unsere Mitgliedskommunen bei der nachhaltigen Sicherung der Wasserversorgung.