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Richtig gießen in der Sommerzeit – Streuobstwiesen, Gärten und Außenanlagen

Ein aus Erdboden modelierter Gießring hält das Wasser zum Versickern.

In den letzten Wochen war es in der Region nass und sogar erstaunlich kalt im Gegensatz zu den hohen Temperaturen des Frühsommers. Im Trend werden die Sommer aufgrund des Klimawandels jedoch zunehmend heißer und trockener.

Gärten und andere Grünanlagen, genauso wie Streuobstwiesen geraten dann zunehmend unter Hitze- und Trockenstress. Unter diesen Bedingungen fällt es vielen Pflanzen schwerer, durch den Wassermangel die erforderlichen Nährstoffe aufzunehmen sowie mit der erhöhten Sonneneinstrahlung umzugehen.

Auch die Streuobstwiesen in unserer Region benötigen in dieser Zeit verstärkte Pflege. Obstbäume beispielsweise benötigen mehrere hundert Liter, um zu wachsen und Früchte auszubilden. Dies sind zusätzliche Kosten, die die Wirtschaftlichkeit des Obstanbaus gefährdet.


Mit den folgenden Gieß-Tipps stellen Sie eine ausreichende Versorgung Ihrer Pflanzen sicher:

  • Frisch gesetzte Pflanzen sollten direkt gut gewässert werden und benötigen, bis sie gut angewachsen sind, häufiger Wasser. Vor dem Pflanzen ist es hilfreich den Wurzelballen in Wasser zu tauchen und auch das Pflanzloch vorzuwässern.

  • Das Anlegen eines Gießrandes vereinfacht das Gießen. Zusätzlich kann man Humus oder auch Schafswolle in den Boden einarbeiten, um das Wasser länger im Boden zu speichern.

  • Durch selteneres, aber durchdringenderes Wässern wurzeln die Pflanzen tiefer, um das Wasser zu erreichen und werden dadurch robuster.

  • Frühmorgendliches oder abendliches Gießen minimiert die Verdunstung des Gießwassers.

  • Staunässe und zu viel gießen kann jedoch dazu führen, dass die Wurzeln faulen und den Pflanzen somit auch schaden.

  • Bei Obstbäumen verhindert das Freihalten der Baumscheibe von Beikräutern Wasser- und Nährstoffkonkurrenz. Stattdessen kann diese mit geeignetem Mulchmaterial, wie Holzhäcksel oder angetrocknetem Wiesenschnitt bedeckt werden, um die Verdunstung zu verringern und den Boden vor der Hitze zu schützen.

  • Um vor allem Streuobstbäume zusätzlich vor starker Sonneneinstrahlung im Sommer zu schützen, kann im Frühjahr und Sommer mehr Laub in den Bäumen gelassen werden oder die Stämme beispielsweise mit einem weißen Kalkanstrich behandelt werden. Diese Maßnahmen zur Pflege und Stärkung der Bäume sind übrigens auch eine gute Möglichkeit zur Vorbeugung von Schädlings- und Krankheitsbefall.

Weitere Tipps, speziell für klimarobustes und insektenfreundliches Gärtnern, finden Sie in der Broschüre »Blühende Gärten«,

mehr Infos zum Thema Streuobst im Streuobst-Portal.

09.08.2023